Was Improvisationstheater für Personal & Business Coaches bringt

Improfürtrainercoachesberater

Was Improvisationstheater für Personal & Business Coaches bringt

Sie haben eine zerifizierte Coachingausbildung absolviert und suchen nach Inspiration.
6 Gründe warum ein Training im Improvisationstheater für Ihre Arbeit als Coach sinnvoll sein kann.

 

1. Offenheit für was auch immer kommt  

Improspieler sind darauf trainiert auf die verbalen und nonverbalen Angebote ihrer Spielpartner einzugehen, darauf aufzubauen um eine gemeinsam geteilte Realität zu erschaffen. Diese Fähigkeit kommt Ihnen als Coach zugute. Denn Coaches mit Improerfahrung sind besonders präsente und offene Mustererkenner und staunende Landschaftsgärtner in einer Ihnen neuen Umgebung: der Welt des Klienten.


2. Die Tüte der Kreativität aufreißen

Coaches achten üblicherweise auf die spezifische Art der Problembeschreibung, die genutzten Metaphern, Mimik & Gestik sowie was noch im Gesagten mitschwingt. Soweit so gut. Coaches mit Impovisationshintergrund sind routinierter darin schnelle und kreative Reframings zu zaubern und heilsame (sprachliche) Verwirrung zu stiften.

Plötzlich tut sich neben dem Hamsterrad ein Rad der Ruhe auf? Klaro. Aus dem Scheideweg wird der entscheidende Weg. Auf dem ersten Ohr nur ein kleiner Unterschied - mitunter aber ein relevanter und dramatischer Unterschied in der Welt des Probleminhabers.

Die Gegenstände in der inneren Landschaft des Klienten ver-rücken, vergessene Landstriche (z.B. Stärken, funktionierende Erfolgsstrategien oder weitere Sichtweisen) entdecken und respektvoll-provokatives Renovieren der alten Denkpfade und des Dachschadens inklusive. Am Ende lacht der Kunde vielleicht auch noch. Schlimm.
 

3. Sich selbst und den Klienten überraschen

Impro ist immer wieder anders - genau wie Coaching. Außer man wiederholt sich. Wenn ich als Coach nicht nur das tue, was ich sowieso aus meinen Coachingroutinen sicher kann, sondern ab und an etwas anderes mache, ausprobiere oder weglasse, gebe ich mir als auch dem Coachee die Chance etwas anderes von sich zu zeigen und sich zu verändern.

Wenn ich dann noch wach für die Impulse des Kienten bleibe, hat die Coachingsitzung eine gute Chance, dass etwas Überraschenderes passiert, als ursprünglich eventuell von mir (vor)gedacht.

Dem Klienten dann präsent auf der Spur zu bleiben, dann wird Coaching magisch. Diese Emergenzphänomene "passieren" nicht nur im Coaching, sondern auch bei einer guten Improperformance.
 

4. Dem Vertrauen trauen

Improtheaer gab mir das Vertrauen, dass immer etwas entstehen kann. Selbst auf einer Bühne, wo zwei Spieler absolut nichts sagen und scheinbar nichts passiert. Aber es kann sich zum Beispiel eine Hand minimal bewegen und die Geschichte entfaltet sich – wenn man den nächsten Schritt vertraut und ihn auch geht.

Selbst wenn mal "nichts" vom Klienten kommen sollte, dann ist diese Nichts angefüllt mit einer Menge an definierbarem Drumherum. Wie klingt das Schweigen? Welche Art von Schweigen ist es? Wie ist der Atemrythmus? Welches Detail ist so spannend, dass man es beredet anschweigt oder still bespricht?

Aushalten. Nicht lachen.


5. Mehr körperliches Agieren in der Zukunft

In der Bühnenwelt des Improtheaters gilt "Show - don't tell (too much)". Im Coaching ist man - je nach Methode und Gusto auch gerne recht verbal unterwegs. So könnte der Coachee lang und breit über die rationalen Vor- und Nachteile von Job A und Job B sprechen. Ohne eine wirkliche Entscheidung zu fällen.

Doch gerade wenn der Klient in die Verkörperung von emotional-geistigen Zielen kommt, kann er mit der physischen Erfahrung "vorfühlen" und damit emotionales Probehandeln betreiben. Soweit so bekannt mit dem Futurepace oder der Timelinearbeit.

Der Coach mit Improtools jedoch kann zuversichtlich zusammen mit dem Klienten detailliertere Szenarien und Interaktionen in der Zukunft erschaffen. Auch spontan die Rolle des skeptischen alten Hasen im Unternehmen oder des ängstlichen Partners zu übernehmen ist für den Improcoach kein Problem.


6. Sich berühren lassen

Was ist richtig gutes Impro? Ein Kriterium für mich ist, dass das Publikum berührt nach Hause geht. Im Coaching beobachte ich das auch. Wenn der Klient nur stoisch nickt, es aber keine emotionale Tuchfühlung, Veränderung oder bedeutende Einsicht gab, dann war es kein Coaching sondern ein netter Plausch ohne Folgen.

Das Training im Improvisationstheater hilft Coaches bei der Fähigkeit sich emotionaler auszudrücken, gute Geschichten zu erzählen und sehr direkt zu den Herz- und Schmerzpunkten ihrer Klienten durchzudringen.

Coaching und Impro ist wie eine Abenteuer-Reise in ein unbekanntes Land. Nach Hause kommen wir bereichtert, erleichtert, inspiriert und mit (wieder)entdeckten Denk- und Fühlmustern. Viel Spaß beim Entdecken.

7 (un)absichtliche Coachingvideos von deutschen Musikern

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Wenn Satiriker und Musiker die Hofnarren der Neuzeit sind, sind Coaches die Priester der Postmoderne.  Unsere Kanzeln befinden sich zwischen selbstaufgebauten Stellwänden mit bunten Moderationskärtchen oder Post its. Unser Flipchartständer spricht leise die Offenbarung, (neudeutsch: key message, takeaway oder challenge) in meistens sterilen, runtergekühlten Raumsettings. Gott kühlt die Aircon meistens auch auf Kellertemperatur in seinen Ferienlofts auf der Erde. Für ein mehr an (kreativer) Leichtigkeit - holy verve - holen wir Coaches uns sogar mal deutsche Musik in unser Pop-up-Sakrament.

Ja, es gibt es viel hirnlosen, weichgespülten Deutsch- Pop. Menschen Leben Tanzen Welt. Aber bidde, wir haben auch eine Menge Musiker mit ordentlich Ohm & Om für die Ohren.

Die Auswahl fiel mir nicht leicht, aber hier sind sie, die großen 7 deutschsprachigen Bands / Musiker, die beim Finanzamt versehentlich Priester als Nebenberuf angekreuzt haben:

1. "Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte" – Basis


Nach dem Hören des Songs aus meiner Jugend fällt es mir leichter selbstkritisch nachzuprüfen: Lebe ich gerade wirklich mein Leben oder lebt es mich? Wie geht's mir, meiner Family & Friends? Und einen Kurzurlaub könnte man doch auch gleich mal einen Klick weiter buchen. Aktives Freizeitmanagement.

Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte - Basis

Was dann, was ist denn schon so'n Tag?
Ich wuerd' ne Party geben und feiern bis zum Schluss
Will nochmal fett abgehn bevor ich weggehen muss
Doch was fuer'n Stuss
Das alles macht mich froh
Warum leb'ich dann nicht immer so, immer so?
Was wuerd' ich tun, was wuerd' ich tun?

 

2. "So oder So" – Bosse

Fantastischer Song. Ein tanzendes Pläyoder für Entspanntheit und Vertrauen.
In sich und das Leben. Und wer kann mir diese Moves beibringen?

"So oder so" Bosse

Das Leben ist bitter und süß wie Feigen
Du musst runterkommen und dich
entscheiden

Zwischen hinterher rennen und gelassen
Ich mein' unverkrampft die Dinge kommen lassen

Denn dein Glück geht tanzen
dein Glück kommt heim

Dinge gehen- Dinge bleiben

Ist nicht gesund, Kampf um Kampf
weil du es grad nicht ändern kannst

Das Leben beißt, das Leben küsst

Aber was Gutes wird passier'n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans
Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst

 

3. "Ein Stück vom Himmel" 
– Herbert Grönemeyer

Unglaublich berührend für mich, wie er es schafft, ein Gefühl von Frieden, Einheit und Fülle in wenigen Minuten zu kreieren. Spiritualität im Alltag. (Fast) alles was du tust, kannst du auf eine heilige -  im Sinne von bewußte -  Art tun.

Herbert Grönemeyer - Stück Vom Himmel

"Ein Stück vom Himmel,
ein Platz von Gott,
ein Stuhl im Orbit,
wir sitzen alle in einem Boot!
Hier ist dein Haus,
hier ist was zählt.
Du bist überdacht
von einer grandiosen Welt."

 

4. "2 Fragen" – Klee

Wenn du lieber Deep Talk statt Smalltalk magst, dann stelle doch mal diese zwei Fragen beim nächsten Businesslunch oder deinem Freund /  deiner Freundin.
Woran glaubst du? Und wofür lebst du? Nicht vergessen: sich selbst befragen.

Klee "2 Fragen"

5. "Nische" – LOT feat. Alin Coen

 Mit dem Coachingprozess eines Klienten ging es nur schleppend voran. Wir verhafteten im Problemdenken. Er erzählte mir, dass er ein großer Musikliebhaber ist. Also kam ich auf die Idee, ihm bei unserem nächsten Treffen einen Song mitzubringen, der zu seiner Situation meiner Meinung nach sehr gut passte.

Gespannt wartete ich seine Reaktion ab:  

Er
atmete
auf.

Entspannte sich. Fasste sich sein Herz.
Er war nicht mehr allein.

Vom Schleppen gingen wir ins emotionale Strecken.
BÄM! 

Weiterhin inspirierten mich die Textzeilen zu diesem Artikel und den Fragen, die vor allem Selbstständige und Gründer beantworten sollten: Wo fühle ich mich wirklich wohl? Wie ist mein Alleinstellungsmerkmal? Und welchen Menschen kann ich damit dienen?

LOT feat. Alin Coen - Nische

In irgendeine Nische passen wir schon rein,
ist sie zu schmal machen wir uns klein.
Irgendeine Ecke findet sich für dich,
irgendeine Ecke wo du glücklich bist.
Denn es ist so schön bei dir zu sein.
denn es tut so gut mit dir allein.

 

6. "Lass uns leben" – Marius Müller Westernhagen
 

Mein Gehirn läuft meistens unnötige Gedankenmeilen. Was ist bloß los mit den Gedankenschlangen? Glauben, Sie können ungefragt durch Gehirne wanken.
Losleben ist auch Loslegen. Loslassen wie Gedankenschranken.

- Also, ich schrieb das nicht. Das war das lyrische Ich.  Wer? Dieser kreative, innere Anteil an dir. Schön, dass das alles nicht öffentlich ist. 

Marius Müller Westernhagen - Lass uns leben

Bitte sei doch nicht gekränkt
Dass ich mir nicht mein Hirn verrenk
Was nun morgen wird aus uns
Scheißegal
Komm lass uns leben
Lass uns leben
Lass uns leben immer mehr
Komm lass uns leben
Lass uns leben
Das Leben ist gar nicht so schwer

 

7. "Millionen Legionen" – Die Fantastischen Vier
 

Thomas D. liefert ordentlich ab. Mit der Power der Poesie.
"Ich rufe alle Superhelden, alle großen Meister
Alle Highlander, alle Krieger, alle guten Geister
Alle Superfreaks und Auserwählten zu mir ins Hier
Ich hab' Millionen Legionen hinter mir"

Das erinnert mich an die Mentorentechnik aus dem Coaching. Diese Mentoren können reale Menschen, Qualitäten oder Helden aus deiner Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft sein. Und sie haben eine Botschaft genau für Dich. Wie lautet diese Botschaft? Empfange sie und bedanke Dich.

Millionen Legionen

ich werde die Tests bestehen
die mir das Leben stellt
weitergehen
suchen nach dem, was mich am Leben hält
bin damit nicht allein
und werd' es nie mehr sein
weil mich zum ersten mal seit langer Zeit
Verbundenheit befreit bin ich soweit
fließ in den Äther

5 Dinge: Gute Coachingfragen

gute Coachingfragen

Was sind gute Coachingfragen?

Es gibt eine Menge Coachingfragen. Nicht alle lösen etwas aus und einige Fragen wirken völlig unterschiedlich – je nach Person, Vertrautheitsgrad, Timing und Intonation.
Deshalb gibt es nicht die eine Coachingfrage.

Es braucht jedoch eine Menge Fingerspitzengefühl und Erfahrung um die passende, für den Klienten wirkungsvolle Frage mit dem "Unterschied, der den Unterschied macht" (Gregory Bateson, kypernetische Systemtheorie) heraus zu destillieren.
Hier 5 Coachingfragen, die zu meinen Favoriten gehören:

1. Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest und nicht scheitern könntest?

2. Welchen Rat hat dein weises, zukünftiges Ich für Dich?

3. Was würde Pippi Langstrumpf / MacGyver / Marc Zuckerberg / Batman / George Clooney / Ina Müller / .....hier Superheld einsetzen..... in dieser Situation tun?

4. Worum wäre es schade, wenn du ..... nicht getan hättest? *

5. Was ist dein erster, konkreter Schritt in Richtung auf dein Ziel / Wunsch?
 

* Frage von Trainer & Coach Tom Andreas, Köln.

5 Dinge: Eine Improtheatergruppe gründen

Wie gründe ich eine Improtheatergruppe?

Hier 5 Tipps aus meiner Erfahrung für eine Gründung einer Improgruppe und darüber hinaus. Ich trete mit den Improbanden und den Impro Dadas auf den Bühnen Berlins auf.

Du hast schon einige Kurse absolviert. Und im neuen Kurs findest du Menschen mit denen du dich besonders verstehst. Zusammen erschafft ihr kollaborative, magische Momente. Der Zeitpunkt ist gekommen. Warum nicht einfach eine eigene Improgruppe ins Leben rufen? Unabhängigkeit, kreatives DIY, keine Kursgebühren mehr und den Ruhm des Schöpferischen genießend. Einerseits.

1. Nutze das Momentum.

Andererseits. Während man bei bezahlten Kursen einfach "nur" hingeht, braucht es für die neue Gruppe einiges an Zeit, Energie, Pflege und Leidenschaft: einen annehmbaren Raum zum Trainieren, ein Format kreieren und üben, Auftrittsort klar machen, Termine abstimmen, Namensfindung, Trainer, Website, Werbung etc.

All das ist natürlich schaffbar und macht sogar Spaß: wenn ihr das Momentum nutzt. Dieser Zeitraum, wo ihr gemeinsam als Gruppe verliebt und high seid. Dann macht Nägel mit Köpfen. Gemeinsam etwas zu erschaffen das Größer ist als du selbst ist unbezahlbar. 

2. Du bist in einer polyamorösen Beziehung. Oder: Diversität umarmen.

Nicht nur mal zufällig als Szene auf der Bühne. Auch hinter der Bühne. Ihr seid ab jetzt miteinander verbandelt. Freiwillig und auch in einer Weise verbindlich. Ja, das ganze wird persönlich.

Ich will euch lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens, in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit. Bis dass der Applaus uns scheidet.

Wenn ihr es bis zum 5- jährigen Bühnenjubiläum zusammen schafft, dann wisst ihr, was ich meine. Jeder hat mal mit jedem Beef. Aber das groovt sich ein, das ist normal. 

Deshalb: achtet auf regelmäßigen Austausch. Nicht nur darüber, was es zu organisieren gibt, sondern auch wie es deinen Kollegen wirklich geht, was sie bewegt, sorgt und freut. Umarmt eure Unterschiedlichkeit.

Geht zusammen trinken, feiert Geburtstage, Shows, erschafft eure Rituale und macht gemeinsam Improurlaub, Festivals und Fortbildungen. Es gibt soviel zu lernen mit einer Improgruppe. Wie in einer langen Partnerschaft. Amen.

3. Verbindende Verbindlichkeit schaffen.

Ein regelmäßiger Termin zum Spielen und Trainieren schafft Verbindlichkeit in deinem Kopf und Kalender. Am besten einmal pro Woche. Denn es gibt genügend Gelegenheiten, wo nicht immer alle können, Feiertage oder die Wirklichkeit dazwischen funkt. Damit man aber konsequent üben, Neues ausprobieren sowie an Formaten schrauben kann, sind geplante Improtermine unausweichlich. Genauso wie getroffene Absprachen.

4. Kritik? Ja, und Geduld haben.

Ja, man darf sich vergleichen. Und der eigene Kritiker darf auch mäkeln (wird er sowieso). Doch am Ende hast du nicht mit Impro angefangen um nach einer Show stundenlang über „Fehler“ nachzudenken, Improlehrern oder anderen Improgruppen hinterherzulaufen, sondern - lass mich raten -  dich selbst freier, spontaner und kreativer zu fühlen. Also versuche in jedem Training und in jeder Show so gut wie möglich im Moment zu sein. Echte Präsenz. Und genau wie du macht jedes Gruppenmitglied für sich eine Persönlichkeitsentwicklung durch. Und ihr zusammen eine Gruppentherapie. Manche nennen es auch Professionalisierung. Und das kann auch mal etwas dauern.

5. Weiter ausprobieren und wachsen.

Ihr habt immer nur Games gemacht? Wie wäre es mal mit einer Langform? Du spielst oft dieselben sieben Charaktere, traust dich nicht auch mal deine Gruppe anzuleiten, singst nie auf der Bühne oder hast noch nie auf Englisch improvisiert? Tadaaa, eine neue Gelegenheit zum Scheitern, äh..wachsen. Impro heißt auch immer bereit zu sein für das Unbekannte, das Neue. Aus der Komfortzone in die Lernzone werden neue mentale Muster gehäkelt. Auch wenn es mal wehtut für die Spieler - oder das Publikum. 

Du bist am Ende des Textes. Das Lernen fängt immer wieder von vorne an. Viel Spaß auf eurer Reise.

All that we share - auf Gemeinsamkeiten schauen

Unterschiede, Mut und Gemeinsamkeiten.

In Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und rechtspopulistischem Gedankengut ist dem Spot des dänischen Senders TV2 etwas Besonderes gelungen: auf Gemeinsamkeiten und Toleranz zu fokussieren ohne belehrend zu sein.

Zu Anfang des Clips sieht man unterschiedliche Menschengruppen aus Dänemark, versammelt in einer Halle: die Dorfbewohner, die Stadtkinder, die Reichen, die Armen, Zugezogene und alteingesessene Dänen, die Vertrauenswürdigen und die Zwielichtigen – alle fein säuberlich voneinander getrennt.

Der Moderator fragt: „Wer von euch war der Classenclown?“, „Wer hat ein Stiefkind“ „Wer glaubt an ein Leben nach dem Tod?“. Wer sich angesprochen fühlt und mutig genug ist, geht auf den zentralen Platz. Ganz neue Gruppen entstehen und die Skepsis weicht einer entspannten Atmosphäre. Wir teilen viel mehr miteinander als wir glauben.