Sentio, ergo sum“
Ich fühle, also bin ich.
In unserer kopfigen, bildschirmlastigen Welt wird das Denken gerne überbetont und dabei gerne mal vergessen: Unser Sein wird auch durch unser Fühlen bestimmt.
René Descartes prägte mit „Cogito, ergo sum“ (Ich denke, also bin ich) eine Weltanschauung, die uns oft von unserem Körper trennt und das Gefühl als sekundär betrachtet. Auch ich selber bestand jahrelang nur aus einem "Kopf".
In Zeiten von Stress, Überforderung und dem ständigen Druck, produktiv sein zu müssen, neigen wir dazu, unseren Körper als Maschine zu betrachten – ein Werkzeug, das funktionieren muss. Doch das führt oft zu Ignoranz gegenüber den Signalen, die unser Körper uns sendet:
Verspannungen, Schmerzen und emotionale Blockaden sind nicht einfach nur körperliche Probleme, sondern können auch Reaktionen auf unsere stressigen Gedanken und nicht wirklich durchgefühlten Emotionen sein.
Körperarbeit hilft uns, diese Blockaden zu lösen, indem sie den Zugang zu unseren "negativen" Emotionen ermöglicht. Wenn wir uns erlauben, diese Gefühle zu spüren und durchzulassen, erfahren wir tiefe Heilung, Entspannung und Transformation. Es ist dieser Prozess des Fühlens, der uns zurück zu unserem Selbst führt.
Durch die achtsame Arbeit mit dem Körper – mit Atemtechniken, Berührung und Bewegung können wir tiefere Ebenen von uns erreichen, wo Worte und Denken nicht hinkommen. Klingt esoterisch - ist aber sehr bodenständig und business relevant.
Denn wenn wir in der Lage sind, die Signale unseres Körpers zu erkennen, können wir Stress resilienter bewältigen, bessere Entscheidungen treffen und klarer führen.
Auch im Privatleben kann die Praxis der Körperarbeit tiefgreifende Veränderungen bewirken. Beziehungen werden durch das Verständnis unserer eigenen emotionalen und körperlichen Bedürfnisse vertieft.
Wir lernen, empathischer mit uns selbst und anderen umzugehen und unser Leben besser zu leben. Mit allen Höhen und Tiefen.