Der erste Moment

Der erste Moment

wieder auf der Bühne.

Hier warst du lang nicht mehr.

Flau der Magen

Gedanken, die dich plagen.

Wie wird es wohl gleich sein?
Interessiert doch eh kein Schwein.

Wichtig ist, was jetzt ist.

Wer du jetzt bist.

Ein Sehen, ein Fühlen.

Vor dem ersten Moment.
Ist der erste Moment

den du allzu gut kennt.

Schwitzen, flauer Magen

Knie, die kaum tragen.

Keine Antworten, nur fragen.

Improvisiert auf der Bühne stehen.

Offen sein, mutig erscheinen

Stories zum zusammen reimen.

Klatschen hören

Sich verbeugen, freuen

sich weniger scheuen.


Der erste Moment

ist fast immer jetzt.

Kontext: Wenn man ein neues Improtheaterformat gebastelt hat
und mit einem neuen Impropartner auf der Bühne steht “nach” einer Pandemie

Be the best version of yourself — Please don't

Be the best version of yourself — Please don't.

Eine ältere Dame und ich schwitzen nebeneinander im Fitnessstudio. Simultan wundern wir uns darüber, dass auf einmal soviel Menschen an den Geräten sind. “Ach ja”, sagt sie. “Es ist ja wieder Januar.“

Neujahr. Neue, alte Vorsätze bevölkern die Köpfe, Chats und Instagram Feeds. Üblicherweise möchte man “Mehr” oder “Weniger” von etwas. Die Annahme ist, dass im nächsten Jahr vieles anders wird. Komischerweise haben sich die Dinge nach ein paar Wochen wieder erledigt. Gewohnheitsstier Mensch. Ach stimmt. Wir sind ja doch keine Maschinen.

Coaching Mythos

Dieser Coaching Mythos von “Du kannst alles erreichen, wenn du nur willst” und “Be the best version of yourself” ist einfach Bullshit.

Wie, du hast dein Leben noch nicht durchoptimiert?
Du performst noch nicht auf der Perfektionsstufe mit maximaler Umdrehung im Dauerlauf ohne Pause? Immer Gas geben und nie auf die Bremse treten
?
Happy Burnout.

Das Stichwort “Toxic Positivity” bringt es gut auf den Punkt. Nicht alles muss positiv umgedeutet werden als eine Opportunity oder Challenge. Einiges ist auch einfach Scheiße. Macht wütend, hilflos oder traurig. Und nach der Emotion bleibt das Lernen von Akzeptanz und Demut. Und was daraus folgt: die Konsequenz.

Ich frage mich: Was würde passieren, wenn wir alle die beste Version von uns wären? Das kann bedeuten, es gäbe kein Lernen mehr, keine Fragezeichen oder Unsicherheiten. Wir würden mit nur EINER Emotion durch unser Leben schreiten in einer ziemlich perfekt langweiligen Abfolge von Routinen. Was gäbe es noch zu erzählen? Keine Heldengeschichte ist erzählenswert ohne Probleme, Überraschungen und Wendungen.

Die beste Version

Die beste Version. Wer entscheidet das? Aufgrund von welchen Maßstäben? Die beste Version etwa, die wir in den (sozialen) Medien konsumieren?

“Das Vergleichen ist das Ende des Glücks
und der Anfang der Unzufriedenheit.”

Sören Kierkegaard


Mit der Digitalisierung haben wir unendliche Vergleichsmöglichkeiten in die Hand bekommen. Das ist auch erstmal kein Problem, solange es nicht als Druck erlebt wird. Ich erlebe jedoch einige Klienten, die sich unglaublich viel Druck machen. Weil sie sich an Maßstäben orientieren, die unrealistisch erscheinen. Oder nicht langfristig gesund sind.

Die gut mögliche Version

Ich plädiere dafür eine gut mögliche Version von sich selbst zu werden. Dinge anzugehen, die gut zu dir passen und mit deinen Werten und Lebensmotiven im Einklang stehen. Und nicht ungefragt extern motiviert ist. Etwas, was dich persönlich anspornt, aber auch nicht über alle Maßen überfordert. Wer ständig über seine eigenen Grenzen geht, wird heimatlos.

Einkehr, Muße und Kontemplation

Natürlich ist es möglich sich zu verändern. Sogar zum Besseren. Aber der perfektionistische Druck des “Bestmöglichen” kann lähmend wirken. Was ist mit diesen schönen Wörtern der Einkehr, Muße oder Kontemplation? Sie sind noch da. Wir können sie nutzen.

Zum Nutzen, dass ein Timeslot mal keinen dezidiert zugewiesenen Nutzen hat und uns unseren Zielen dienen muss. Weniger verfügbar zu sein für die Beschleunigungsunlogiken in der gehetzten, schnellen Moderne (siehe dazu die Bücher von Hartmut Rosa).

Wenn du im Bereich x mehr machen möchtest, ist es oft hilfreich im Bereich y weniger zu machen. Sonst steht am Ende des kommenden Jahres: Ich habe mir wieder zu viele Dinge vorgenommen. Und dem unangenehmen Gefühl es (wieder) nicht geschafft zu haben.

Wann genieße ich mich eigentlich so richtig, richtig?
Wie arbeite ich eigentlich wirklich, wirklich gut (und gerne)?
Wie viel Screentime brauche ich (nicht)?

Happy New Goals.

5 Songs die deine Resilienz erhöhen

clueso resilienz coaching

5 Songs die deine Resilienz erhöhen

Wie entspannt bleiben trotz der Einschränkungen der Covid 19 Pandemie?
Wo will ich hin im kommenden Jahr?
Was geht nicht mehr?

2020 war für viele ein krass anstrengendes Jahr.
Zeit für Reflektion, Entspannung und Neues.

Ich glaube, diese 5 Songs können dir helfen dein Leben, Lieben und Arbeiten resilienter, selbstbewußter und klarer zu meistern.

Prägnante Textstellen stehen unter dem Video, die ganzen Lyrics der deutschen Künstler*innen befindet sich in den Videos. Viel Vergnügen.

1. Du musst gar nix - Die Sterne

Du musst dich nicht optimieren.
Du musst nicht doppelt so viel machen wie die anderen.
Du musst nicht Pausen machen.
Du musst nicht raus gehen nur weil die Sonne scheint.
Du musst auch nicht zu Hause bleiben nur weil es regnet.
Du musst nicht anrufen.
Du musst nicht chatten.
Du musst gar nix.
(…)

Du musst nicht aufstehen.
Du musst nicht ins Bett gehen.
Du musst nicht reden.
Auf gar keine Fall musst du Fragen beantworten.
Du musst auch keine Fragen stellen.
Du musst dich nicht an dem nächstbesten Idioten orientieren.
Du kannst dich auch einfach so verlaufen.

Du musst gar nix.

2. Sag mir was du wirklich willst - Clueso

Ich mach' nicht viel falsch, leider auch nichts richtig
Ich bin sarkastisch und find' alles witzig
Freicht aber keine Klarheit
Freie Zeit nur aufm Weg zur Arbeit
Seh' nur die gleichen Streifen wie ein Tiger
Nur unter meinesgleichen ohne Feature
Keine neue Playlist, nur die alten Lieder immer auf Repeat
Immer wieder

Auf einmal stehst du da vor dir selbst
Stehst da vor dir selbst
Willst reden, aber bleibst stumm
Auf einmal stehst du da wie bestellt
Stehst da vor dir selbst
Fragst dich nach deiner Meinung

Sag mir, was du willst, sag mir, was du willst
Sag mir, was du wirklich willst
Komm, spuck es aus, immer einfach raus
Komm, los, sag was Sache ist
Sag mir, was du fühlst, sag mir, was du fühlst
Sag mir, was du ehrlich fühlst

3. Sie werden dich lieben -
Theodor Shitstorm

Schrei so laut du kannst
und dann schlaf ein
Irgendwer wird hoffentlich immer bei dir sein

Du wirst traurig aufwachen
morgens früh um sieben
du wirst Monster erschaffen
und du wirst sie besiegen

Und sie werden dich lieben

Lauf so weit du kannst
und dann fall hin
Stell alle Fragen, aber frag nicht nach dem Sinn

Finde alles raus
es steht geschrieben
finde nach Haus und finde den Frieden
und sie werden dich lieben

4. Hoffnungsmaschine - Erdmöbel & Judith Holofernes

'Erinnere dich an die Liebe'
Schreibe ich
Der Filzstift quietscht wie ein tropischer Vogel
Hörst du mich

Ja, ich hör' dich, und ich schwör'
Ich schlaf' nie wieder ein
Ich fühl mich machtlos, rastlos
Räum nachts noch die Hoffnungsmaschine ein

Oh yeah
Lass die Hoffnungsmaschine laufen
Die Hoffnungsmaschine
Lass die Hoffnungsmaschine laufen

Lass die Hoffnungsmaschine laufen
Die Hoffnungsmaschine
Lass die Hoffnungsmaschine laufen

Steht auf deiner Liste oben die Liebe
Lass da als zweites stehen: 'Steh auf'
Und drittens: 'ein Jeder ist verantwortlich
Auch die, die gar nichts glauben'

5. Kraniche - Bosse

Meine Neurosen, meine Leichtmatrosen
Sind verpackt in einem kleinen Koffer
Und bleiben ruhig
Alles pustet durch
Da geht wieder Licht an
Wenn's sich bewegt und nicht steht

Ich such' nicht mehr und finde nur
Kommt sowieso an den Start, was kommen mag
Ich such' nicht mehr und finde nur
War sowieso jemand da
Ist immer jemand da
War immer jemand da, der mir tief in den Kopf sah
Yeah Yeah Yeah

Was ich gelernt hab, ist entspannt zu bleiben
Kommt alles auf den Tisch
Wenn die Zeit gekommen ist
Bringt nichts zu verkrampfen
Bis die Maschienen dampfen
Das Leben ist zu kurz und viel mehr als in Ordnung

Therapie oder Coaching? Eine Entscheidungshilfe

Angst Coaching Therapie Was soll ich tun

Es sind herausfordernde Zeiten: gesellschaftlich und persönlich. Falls es anhaltend schwierig für Dich ist, suche dir Unterstützung in der dir passenden Form.

Hier ein paar generelle Tipps für eine gute Entscheidung falls du überlegst zur Therapie oder zum Coaching zu gehen.


Therapie und Coaching nutzen oft ähnliche Methoden und Handwerkszeuge.
Coaching ist jedoch flexibler, da es mehr Methoden “erlaubt” als eine bestimmte Therapierichtung.

Therapie ist eher auf die Vergangenheit fokussiert.
Coaching mehr auf das Heute und die Zukunft gerichtet.

Bei einer Therapie beträgt die Wartezeit oft mehrere Monate.
Coaching bekommt man in der Regel schnell und unkompliziert.

Bestimmte Therapierichtungen werden von der Krankenkasse bezahlt.
CoachIng wird in der Regel privat bezahlt.

Viele Therapien haben feste Pakete wielange etwas dauert.
Coaching ist da flexibler und oft stundenweise buchbar.

Bei Therapien bindet man sich eher an eine Therapeut*in.

Beim Coaching kannst du einfacher erschiedene Menschen und Coachingstile ausprobieren um zu schauen, was für dich passt.

Falls du ein Problem hast, aber jetzt denkst:
Ich kauf mir lieber noch einen Ratgeber zu meinem Problem,
dann ist der Leidensdruck eventuell noch nicht hoch genug.

Aber ist dir schon mal aufgefallen, das Ratgeberbücher dich oft nicht wirklich verändern?

Wie sollen Sie auch?
SIe gehen ja nicht auf Dich ein als Person.
Mit deiner Geschichte.
Und deinen Werten.

Therapie und Coaching gehen auf dich ein.
Sind interaktiver.
Und individueller.

Trau Dich.

Digitale Routinen - Wie du nicht (oder weniger) abhängig wirst

Digitaler Fokus Social Media

Digitale Routinen - Wie du nicht (oder weniger) abbhängig wirst

Wer kennt das nicht. Nur “mal eben” kurz ins Netz.
Zack, schon wieder sind 20 min vergangen.
Und so vergeht unser Leben und vielleicht stellen wir irgendwann fest: Mensch, ich habe zuviel in diesem Internetland gelebt.

Auch ich war / bin zuweilen immer mal abhängig, nach Connection und Information. Dazu gibts auch eine spannende und unheimliche Netflix Doku über Sucht, Social Media und das Silicon Valley:

Aber was macht man, wenn man nicht dem Digitalen entsagen will und auf dem Spielfeld “Internet” unterwegs sein möchte ohne sich zu verlieren? Ich habe meine Muster beobachtet und experimentiert in den letzten Monaten was mir hilft und für mich funktioniert um nicht unterzugehen in diesem Social Media / Internet Gedöns.

1. Intentionales Online gehen

Das Wichtigste ist wahrscheinlich: Aus Gewohnheit online zu gehen mit der Einstellung: “Ich gucke mal, was so online los ist”, sondern frage dich: “Was will ich gleich auf der Plattform x,y eigentlich genau machen / erfahren / posten?

Dann genau das machen und sofort wieder offline gehen.

Nicht auf die Likes warten.
Funktioniert so semi.

2. Begrenzen

Zeitlich: Zum Beispiel “einfach” 20 min, 1 Stunde oder immer von 15 bis 16 30 Uhr online sein. Oder eine Handy-Batterieladung lang online sein für den ganzen Tag.

Für bestimmte Aufgaben könnte man seinen Alarm stellen (Timeboxing) oder eine charmante, gänzlich undigitale Variante nutzen: den Time Timer von Zeitimer.de (der auch noch günstiger und vielfältiger ist als die populäre Plastikvariante in vielen Innovationsworkshops).

Örtlich: nur auf dem einen Stuhl / am Arbeitsort online sein. Der Rest ist digitalfreie Zone. So ein bisschen wie rauchfreie Zone.

Weitere Regeln:

Ich habe seit 2019 fast alle Notifications auf dem Handy und Computer ausgeschaltet. Kein Bling hier und Klack da. Es nervt. Es reicht.

Auch einige Apps wie Facebook oder Linkedin sind nicht auf meinem Handy. Das ist wie ständig Zigarretten, Zucker oder Alkohol bei sich zu tragen. Die Versuchung ist nicht mehr da.

Kein Handy beim Mittagessen mit Kolleg*innen / Freunden ist ein weithin ungeschriebenes Gesetz. Oder man lässt die Handys miteinander kuscheln.

Aber wie sieht es aus wenn du alleine morgens dein Müsli isst?
Naaaa…;)

Vor Jahren las ich in einem Digital Detox Buch sinngemäß:
Checke deine Mails nur zweimal am Tag. Oder stell’ dir mal vor, du würdest 20 mal am Tag runter zu deinem Briefkasten laufen um zu schauen, ob schon neue Post da ist. Die Leute würden denken, du wärst verrückt.

3. Posting und Inspiraton Time unterscheiden

Hier gehts um klare Zustände für dich innerlich: Sagen wir, du hast einen Blogartikel geschrieben und möchtest diesen auf den verschiedenen Plattformen posten (da gibts auch Tools für - von einem Ort aus gleichzeitig auf Plattformen posten - finde ich jedoch nicht so zielführend).

Also, du schrubtest im Schweiße deines digitalen Angesichts und nun möchtest du posten. Aber, da siehst du: dein bekannter Unbekannter aus Facebook hat gerade ein Video zu xyz gemacht und zack…

Fokus weg.

Deshalb unterscheide ich zwischen: Posting Time und Inspiration Time.

Inspiration Time: Wir scrollen durch Handy, weil wir uns informieren wollen, weil es Spaß macht, wir haben kein klares Ziel oder Fokus außer Connection, Unterhaltung oder Ablenkung.

Posting Time: Wir posten einfach flott und sind dann wieder weg: Siehe Punkt 1. Dazu bedarf es dann zum Beispiel später am Tag eine Reaction Time. Wo man auf die Community reagiert und interagiert.

Die drei Arbeitsmodi / Zustände klar zu haben, macht es für mich viel einfacher im Netz zu navigieren. (Wichtig ist es auch englische Begriffe zu nutzen, das macht den Artikel aus meiner Sicht ‘valuable’).

4. Folge deiner Energiekurve

Dass ein 8 Stunden Konzept ein überholtes Modell wissen wir eigentlich. Noch aus Industralisierung und dem Maxim der Standardisierung folgend legte “man” 8 Stunden fest. Vermutlich weil man so gut 24 Stunden durch 3 Menschen teilen kann.

Auf jeden Fall gibt es kaum Menschen, die 8 Stunden:

a) ohne Pause durcharbeiten können
b) konstant und zur gleichen Zeit motivert sind für eine Aufgabe

Was die Schlafforschung wissenschaftlich misst, kann man auch gut an sich selbst beobachten: Zu welcher Tageszeit kann ich üblicherweise richtig gut konzentrieren? Wann verliere ich meinen Fokus, meine Aufmerksamkeit? Wann greifst du scheinbar automatisch zum Handy?

Bist du eine Lerche oder eine Eule?

Mein Fokus ist morgens stark. Bis 12 30 Uhr versuche ich die Wichtigsten / Schwierigsten Dinge abzuarbeiten. Dann gehts runter mit dem Energielevel - wie bei den allermeisten Menschen. Deshalb gibts auch Powernaps und ausgedehntere Mittagspausen. Man müsste es nur tun.

5. Beobachte dich und probiere aus, was für dich funktioniert

Manche Menschen sind individuell. Und dann ist es gut zu merken, was für dich funktioniert - und was nicht. Gleichzeitig ist es wichtig die Augen und Ohren offen zu halten (Bubble und so) um zu schauen, wie es andere Menschen handhaben. Vielleicht kann man ja etwas lernen und gegebenenfalls Neues ausprobieren oder adaptieren.

Irgendwann habe ich zum Beispiel entdeckt - dass ich nicht sofort auf Posts / Whatsapp Nachrichten etc reagieren muss. Eine banale Erkenntnis. Das bewußte Loslassen meines Impulses nach sofortigem Antworten hat mehr Ruhe und Entspannung in mein Leben gebracht.

Danke an dieser Stelle an die Menschen in meinem Leben, die Whatsapp Nachrichten auch mal zwei Wochen vergessen. Ich bewundere euch.

Und zum Schluss: Fokus ist gut. Aber ein bisschen abschweifen im Netz ist auch mal ganz schön.

In diesem Sinne.
Wir sehen uns online.

4 Impro-Comedy Videos von Ahoi Sause und Punsch & Pilates

ImproComedy Ahoi Sause

4 Impro-Comedy Videos von Ahoi Sause und Punsch & Pilates

Hier siehst du ImproComedy von meinen Impro-Duos Ahoi Sause und Punsch & Pilates. Ein heiteres Zuschauen wünsche ich.

1. Ahoi Sause - Karl Schmidt beim Motivationstrainer Stefan Schöller

Wir lieben Sie alle.
Die Motivationstrainer.

Willst du auch endlich 7-stellig verdienen?
Buche einfach das Diamond, Hero oder Gold Program. Natürlich auch wahnsinnig reduziert. Jetzt zugreifen!

2. Punsch & Pilates – Improv Therapy Trailer

Unser kurzer Trailer zum Reinschnuppern in das Format, wo wir Coaches auf die Schippe nehmen: Was sollte man auf keinen Fall machen als Coach? Welche Coaching Floskeln gibt es?
Ratschläge, Arroganz und Beste Coachin…

3. Punsch & Pilates – Improv Therapy Show über Online Coaching

Es ging um Ticks wie Nase hochziehen, Coaching Floskeln, Ekel, Chatroulette, am Flughafen sein mit abgelaufenem Rollkoffer und mehr…

4. Ahoi Sause – Ahoi Sause - Ingvar bewirbt sich in der Community

Was bringt Ingvar mit? Viel gute Laune, Pfannkuchen, Eierkuchen, Mehlspeisen und Rhabarber züchten.

Aber welchen Value bringt er eigentlich für die Members der Community? Sehen Sie selbst.

Wie du loslässt - antiperfektionistisches Denken

Wie du loslässt - antiperfektionistisches Denken

1. Einfach mal starten

Ich kenne soviele Leute die ja eigentlich noch …bitte einfügen (Land / Website / Sport /xy) sehen / machen / erleben wollen. Ich selbst habe da natürlich auch noch einige offene Punkte.

Aber wer, wenn nicht wir selbst, sollte uns ernst nehmen?
Oder dafür sorgen, dass wir es mal ausprobieren?

Denn wer weiß schon, wieviel Tage noch auf der unsichtbaren Lebensuhr stehen und welche Krise als nächstes kommt.

Gerne identifizieren wir uns mit unseren hypothetischen Gedanken und angenommenen Ängsten. Sie sind aber eben auch nur das: Gedankliche Konstrukte. Nicht die Wirklichkeit selbst.

Vielleicht ist es nach dem Ausprobieren und Experimentieren viel leichter. Oder schwerer als gedacht.
Wir werden es nie herausfinden, wenn wir diese eine Sache nicht zumindest mal antesten.

Was möchtest du eigentlich mal ausprobieren?

2. Frage dich: Wann ist es gut genug?

Lieber unperfekt gestartet, als perfekt prokastiniert.


Als alter Perfektionist möchte ich natürlich ständig mich, die Dinge, Prozesse und Gewohnheiten verbessern.
Und meistens ist das auch eine gute Idee.

Aber irgendwann ist auch mal gut. Und es gibt diesen feinen Grad wo man noch etwas wirklich verbessert an dem Newsletter, der Präsentation oder dem neuen Produkt oder wo man irgendwann in einer kleinsten Detaildiskussion mit sich oder seinen Kolleg*innen ist, die nicht mehr zielführend ist, sprich: wo man eigentlich schon das große Ganze aus dem Auge verloren hat. Verstehe mich richtig: Details sind wichtig und oft entscheidend. Nur eben nicht immer.

Vor allem wenn wir agil denken und handeln und sagen:

Es ist ein Prototyp.
Es ist noch nicht fertig.
Wir testen.

Aber wir veröffentlichen es schon mal für ein Testpublikum und sind offen für Feedbback.
Wir lernen, verbessern uns und können mit engagierten Kunden das Produkt / den Service gemeinsam besser machen.

Die Frage: Wann ist gut genug (für ein Testpublikum)? empfinde ich da auch für mich selbst als sehr hilfreich. Damit ersparst du dir endloses Rumgefrickel und ungefragte Perfektionsschleifen, die manchmal gar nicht nötig sind.

3. Sicherheit ist eine Illusion

Wie gut wir als Gesellschaft und als Individuen darin sind uns, gerade in der westlichen Welt, vermeintliche Sicherheiten zu bauen: durch Verträge, Versicherungen, Apps, Tricks, Hacks…es geht immer noch eine Spur sicherer. Das ist auch erstmal nicht schlimm und hat in vielen Fällen seine Berechtigung.

Was ich jedoch damit meine: Die Welt ist nicht sicher.

Wenn ich morgens zum Bäcker gehe, nehme ich auch nur unbewusst an, dass:

a) ich körperlich in der Lage bin die Treppe herunterzugehen

b) dass der Bäcker nicht pleite gegangen ist

c) dass er Waren anbietet

d) dass das Brötchen noch bezahlbar ist

Diese und noch weitere viele Vorannahmen und Automatismen strukturieren und vereinfachen unser Navigieren in der uns bekannten Welt. In Krisenzeiten verändert sich jedoch diese Welt plötzlich und bisher liebgewonnene Gewohnheiten verändern sich oder fallen komplett weg — wie wir es gerade kollektiv mit der Corona Krise erleben / erlebt haben.

Deshalb: Angst, Wut und Sorge und Trauer sollte man nicht als unliebsame Gefühle wahrnehmen (gerade Männer empfinden Gefühle eher als ‘gefährlich’ statt als ‘willkommen’ um hier mal zu verallgemeinern :), sondern als wichtige Botschafter*innen des Herzens: sie wollen uns etwas sagen.

Wir sollten alle Gefühle annehmen sodass wir auch die Gefühle loslassen können und wieder in einen balancierten Gefühlszustand kommen. Anders geht es auch gar nicht.

Denn Verdrängung und Ablenkung lösen das Kernproblem nicht. Stattdessen ist unsere Aufmerksamkeit beschäftigt mit den unterschiedlichsten Formen von Süchten, die man oft gar nicht erkennt:

Sucht nach Anerkennung, Status, Abwechslung, Zerstreuung…


4. Nutze deine volle Präsenz

Der jetztige Moment, deine ganze Präsenz im Hier und Jetzt, ist das einzige was du wirklich hast und kontrollieren kannst. Und angenommen du bist in deiner Präsenz: Wo ist deine Aufmerksamkeit, dein Fokus?

Wir können uns einen bewußten Fokus setzen, ähnlich wie wir Scheinwerfer auf einer dunklen Landstraße aufblenden können. Wir können uns an einen ruhigen Ort setzen und einen Blogartikel fertig schreiben.

Worauf fokussiere ich……..jetzt…………………….und jetzt………………………………..und jetzt?

Interessanter für den persönlichen und beruflichen Erfolg im Leben ist jedoch der unbewußte Fokus:

Hast du gerade diesen ‘merkwürdigen’ Satz oben bewertet?
Bist du im Kopf etwas abgedriftet?
Wo war deine Aufmerksamkeit?

Gedanken, gerade die ganz alten, sind so unglaublich schnell und automatisch. Oft gedacht heißt leider oft auch oft geglaubt. Obwohl es ja ‘nur’ ein Gedanke war, statt die Wirklichkeit. Kopfscheisse eben.

Worauf wir unbewusst unseren Fokus legen, könnte man auch mit einem Instagram Filter vergleichen den wir gar nicht ‘extra’ eingestellt haben. Er taucht die Welt in ein anderers Licht.

In einer Welt in der wir potentiell exponentielle to-do Listen schreiben und durchaus an “Reichweiten-Vergrößerung” (Prof. Hartmut Rosa) leiden z.B. durch die Explosion an Wahl-Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen, sind gut eingestellte und ins Bewußtsein geholte Filter aus meiner Sicht extrem wichtig.

Als Beispiele:

Wieviel Freizeit verbringe ich eigentlich wirklich im Internet pro Monat?

Beginne ich meinen Tag schon mit dem Handy und dem ‘Leben der Anderen’?

Wie sehr bestimmen mich Glaubenssätzen aus der Vergangenheit - die noch nicht mal meine eigenen sind?

Ich glaube, deshalb bin ich auch so ein großer Fan von Improvisation als Metapher für den Umgang mit dem Leben. Denn dort trainiert man ganz grundsätzliche, aber verloren gegangene ‘Gelebtheiten’:

  • Wir erschaffen jeden Moment- schöpferisch oder erschöpfend für uns

  • Wir haben die Wahl wie wir auf die Welt reagieren

  • Wir sind kreativer und stabiler als wir glauben zu sein

Und wer noch einen Business Beweis braucht, der schlage Effektuation nach. Im Grundsatz geht es darum zu schauen: Was mache ich mit dem was ich jetzt habe?

Der Moment, den wir jetzt haben und aus dem wir jetzt agieren können schafft Handlungsfähigkeit und Momentum - auch für den nächsten Tag.

Gutes Gelingen.

Meine 5 Lieblingspodcasts

Photo by Alphacolor on Unsplash

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Meine 5 Lieblingspodcasts

Es ist immer so eine Sache mit Lieblingslisten. Im Moment des Veröffentlichens ist es schon veraltet. Und niemand kennt alle Podcasts. Deswegen hier ganz subjektiv meine derzeitigen 5 Lieblingspodcasts, die ich inspirierend finde.

1. Hotel Matze

Wer auf tiefe Interviews von inspirienden Persönlichkeiten steht, ist hier richtig. Es geht um persönliche Geschichten, Entscheidungen, Erfolge, Misserfolge, Antreiber und mehr.

2. Baywatch Berlin

Locker, flockig, leicht. Jeden Freitag geht eine neue Folge fröhlichen Faselns online. Klaas Heufer-Umlauf, sein Side Kick Jakob Lundt sowie Thomas Schmitt reden über ihre Arbeit, Aktuelles und Allerlei.

3. Alles gesagt?

Auch die Kategorie tiefe Interviews mit bekannten Persönlichkeiten aus Deutschland. Und hier das Besondere: Das Interview geht solange wie die interviewte Person möchte. Der Podcast endet erst, wenn der Gast ein vorher vereinbartes Wort sagt. Dann bricht der Podcast sofort ab. Längstes Interview war bisher mit Rezo: 8 Stunden, 40 Minuten und 9 Sekunden.

4. Impro Podcast

Meine liebe Kollegin Claudia Hoppe, mit der ich auch das Impro Comedy Duo Punsch & Pilates gegründet habe, betreibt einen spannenden Podcast über Improvisationstheater, wo sie bisher 22 Interviews versammelt hat.

5. 180 Grad

Hier geht es um Menschen, die ihr Leben komplett in eine positive Richtung verändert haben. Ein sehr ehrlicher Podcast über Süchte, Selbstsabotage und die Suche nach einem neuen Sinn im Leben.

Lieblingspodcasts 180 Grad

Was sind deine Lieblingspodcasts?

5 digitale Tools für optimalen Fokus

Momentum Dash Fokus

5 digitale Tools für optimalen Fokus

Es gibt tausende Tools im Intenet und die Auswahl kann schwer fallen. Deshalb hier meine getesteten, kostenlosen Tools, die dich in deiner täglichen Arbeit fokussierter machen.

Durch die Corona Krise war auch ich mehr am Rechner und habe gemerkt, dass ich mich gut verlieren kann in den Weiten des Internets. Also fragte ich mich: Welche digitalen Tools helfen mir, mich nicht (oder weniger) abzulenken? Diese 5 Tools möchte ich dir gerne vorstellen:

Disclaimer:
Als Tools sind kostenlos - manche bieten in der Bezahlversion noch mehr Funktionen an. Mit den Verlinkungen verdiene ich kein Geld und einige Links funktionieren als Erweiterungen (Extensions) zu deinem Browser. Extensionen machen generell das Interneterlebnis angenehmer und schneller - ich habe zum Mozilla Firefox Browser verlinkt, da ich diesen gerne nutze.

1. Den Browser-Überblick behalten - OneTab

Neulich hatte ich über 350 Tabs offen. Mein Rechner ist zum Glück (im Nachhinein betrachtet) temporär in die Knie gegangen. Und ich habe mir erlaubt, mal wieder eine Pause zu machen ;)

OneTab schafft es nach Eigenaussage bis zu 95 % Arbeitsspeicher zu sparen, indem nach einem Klick alle deine Tabs in eine Liste umgewandelt werden - sichtbar in einem Tab. Mir bringt das Fokus auf den Tab der gerade wirklich wichtig ist - und nicht das Youtube Video “das man noch mal schnell sehen wollte”. Gleichzeitig geht nichts verloren.

2. Notizen organisieren - Google Keep

Mir persönlich gefällt Google Keep sehr gut. Cleanes Design, unkompliziert und wirklich praktisch, um sich Notizen zu machen als App und im Browser: der digitale Einkaufszettel zum Teilen, die nächste Businessidee.. Um die Ordnung zu halten, ist das Vergeben von Labels sehr hilfreich (Einkaufen / Ideen) sowie das Nutzen unterschiedlicher Farben für die Post-its.

3. Dein kontinuierlicher Fokus - Momentum

Dieses Tool mag ich, weil es eine kontinuierliche Fokussierung auf eine simple Art ermöglicht. Wenn du einen neuen Tab startest (Vorsicht, Ablenkung) kommt der Momentum Screen mit einem schönen Foto, einer Begrüßung und der gut sichtbaren Frage:

What is your main focus for today?

Deine Antwort kannst du eintippen und jedes Mal, wenn du einen weiteren Tab öffnest, siehst du wieder deine Antwort für diesen Tag. Well done, Momentum Dash.

4. Müsste man mal lesen - Pocket

Pocket finde ich großartig um zu einen spannenden Artikel, den ich jetzt nicht lesen kann für später in einer schönen Form aufzubewahren. Das Ganze kommt als kostenlose, aufgeräumte App daher sowie als Brower Extension, sodass man mit einem Klick den Artikel speichert. Noch eine Label dran. Zack, fertig.

5. Dankbarkeitsübung - Presently

Die positive Psychologie hat wissenschaftlich belegt, dass regelmäßige Dankbarkeitsrituale das psychische Wohlbefinden verbessert.. Eine App, die mir da besonders gut gefällt ist Presently , da sie straightforward ist und nicht noch 125 andere ‘Funktionen’ bietet. (Bisher nur im Google Play Store).

Ich hoffe, du hast eine gute, fokussierte Zeit.

Meine 3 Power Songs

Photo by Thomas Kelley on Unsplash

Ob nun gerade Krise ist oder nicht —
Diese 3 Songs geben mir richtig Energie für den bevorstehenden Tag.

Wenn das dezidierte Sport-Workout mal flachfällt, die Laune nur so semi ist oder wieder mal eine kleine oder mittelgroße Krise des Weges kommt, dann hilft es mir die Musik aufzudrehen und dazu zu singen und zu tanzen.

Was sind deine drei Powersongs für den Tag?
Tipp: Schau mal deine Top Tracks 2019 / 2020 im Spotify Account an :)

1. Bosse - Alles ist jetzt

Textauszug:

Ich hab' gelernt das Leben zu genießen
Meine Freunde wie Blumen zu gießen
Ich hab' gelernt das Feuer zu schür'n
Den Zauber nicht zu verlieren
Ich hab' gelernt der erste Blick täuscht
Und dass es gut ist, wenn man sich verläuft
Ich hab' gelernt auch wenn's mies ist
Geht die Sonne trotzdem auf


Und was du träumst das musst du machen
All die besten, super Sachen
Alle machen, alle machen

2. Die Fantastischen Vier - Zusammen feat. Clueso

Wir, wir sind unzertrennbar
Wir, wir sind unverkennbar
Wir setzen uns 'n Denkmal

Wir sind zusammen groß
Wir sind zusammen eins
Komm lass 'n bisschen noch zusammen bleiben
Nehmt die Flossen hoch
Und die Tassen auch
Wir feiern heute bis zum Morgengrauen
Denn nur zusammen, ist man nicht allein
Komm lass uns alles miteinander teilen
Denn nur zusammen, ist man nicht allein (…)

 

An alle troyen Liebespaare
Gute Freunde, viele Jahre
Es gibt kein ich in diesem wir
Doch du siehst dich in diesen vier

La familia
Das Gefühl ist da
Mach die Nacht zum Tag
Bis zum Nachmittag, yeah

3. Tonbandgerät - Sekundenstill

Ich wollt dich eigentlich zum Tanzen bringen.
Doch der Augenblick ist grad viel zu schön.
Und jetzt steh ich hier: Sekundenstill.
Aus Träumen wurden Dinge, die wir einfach machten,
obwohl alle sagten, dass wir es niemals schaffen.
Jetzt sind sie wahr: Sekundenstill.

Ich glaub ich hab's kapiert, ich mess' mich nicht mit anderen Leuten.
Was ich gestern gemacht hab, mach ich einfach besser heute.
Und ich mag's mit dir auf die Welt zu schauen.
Und was sollen, was sollen wir denn machen?
Außer einfach weiter unsere Feuer zu entfachen.

Resilient sein in Corona Zeiten

Resilient sein in Corona Zeiten

Ursprünglicch kommt der Begriff Resilienz aus der Materialforschung und beschreibt die Fähigkeit eines Materials nach einer Verformung, wieder in die Ursprungsform gelangen zu können. Psychologisch gesehen: geht es um eine Kompetenz zur Anpassung ohne die eigenen Werte und Haltungen zu verlieren.

Was ist Resilient-Sein?

  • Dinge zu tun, trotz schwieriger Umstände

  • lösungs- und zukunftsorientiert zu handeln

  • Verantwortung zu übernehmen

  • neue Verhaltensweisen ausprobieren

Was ist Resilient-Sein nicht?

  • in den Opfermodus zu gehen und zu bleiben

  • in der Vergangenheit zu sein

  • in negativen Emotionen zu verharren

  • Fokus nur auf die Probleme

Aus dieser Corona Krise zu lernen passiert gerade auf vielen Ebenen und wir können alle noch nicht absehen, wohin uns eine Post Corona Zeit führen wird und wie es genau aussieht. Dabei ist es weder hilfreich in einen blinden Aktionismus zu fallen, aber auch nicht zu kollabieren vor den neuen Herausforderungen.


Was hält uns davon ab, resilient zu sein?

Neben den Faktoren wie zu wenig Schlaf, gesunde Ernährung und fehlende Bewegung, hat das Mentale eine hohe Wirkmacht auf unsere Art die Welt zu sehen und in ihr zu agieren.

  • Gedankenspiralen wälzen

  • den worst case als den eintretenden Fall sehen (Katastrophisieren)

  • der Umwelt die Schuld geben: “Wenn doch nur x nicht wäre..”

Es geht hier nicht um richtig oder falsch für unser Business oder in unserem Leben.
Sondern: Ist dieses Denken für uns hilfreich für uns oder nicht?

Hinderliche Glaubenssätze

Mein Selbstwert definiert sich nur über meine Ergebnisse

Ich muss immer 120 Prozent geben

Ich muss mich mit anderen messen

Jeder muss mich mögen

Spannend dazu ist auch das Modell der inneren Antreiber aus der Transaktionsanalyse, das man sich als innere Stimme vorstellen kann oder auch als (un)bewußte Überzeugungen, die scheinbar “ganz normal” sind. Dabei sind sie auch nur gelernt und nicht objektiv richtig. Oder falsch. Sie können uns in den richtigen Momenten antreiben oder auch mächtig nerven.

Die 5 inneren Antreiber

  • Ich schaffe das ganz allein — Sei stark

  • Es kann nicht leicht gehen — Streng dich an

  • Ich darf keine Fehler machen — Sei perfekt

  • Harmonie ist mir das Wichtigste — Mach es allen recht

  • Ich muss immer in Bewegung sein — Beeil dich

Innerlich wachsen bedeutet: Mit Präsenz sich selbst auf die Schliche zu kommen und sich dabei zu erwischen, wenn man diese Gedanken hat - und bessere Sätze zu entwickeln. Also innerlich zu wachsen.
Wir steigen das Brutto-Zufriendenheits-Produkt:

Hilfreiche Glaubenssätze

  • Ich kann um Hilfe fragen — Ich bin stark und erkenne meine Schwächen an.

  • Es kann auch mal leicht gehen — Ich strenge mich an und gönne mir Entspannung.

  • Sogar ich darf Fehler machen — Ich bin gerne perfekt und auch mal mangelhaft.

  • Gesunder Streit heilt — Ich mach es gerne allen recht und streite auch für mich.

  • Ich kann mir auch mal Ruhe gönnen — Ich beeile mich gerne und bin ganz im Hier und Jetzt.


Wie können wir Resilienz trainieren?

Neben den achtsamem Momenten für uns selbst, ist Improtheater eine exzellente Methode um mehr Reslienz auch mit anderen Menschen zu entwickeln. Denn bei der Improvisation trainiert man ständig die geistige Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und das Nicht-Perfekt sein. Wir reagieren und agieren in unbekannten Situationen.

Bestimmte Improvisationsprinzipien helfen dabei:

  • Sei ganz im Hier & Jetzt

  • Akzeptiere was da ist und füge etwas hinzu

  • Umarme deine Fehler - Scheiter Heiter Weiter

Alles Gute Dir.

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Was Design Thinking ist

Photo von: İrfan Simsar

Photo von: İrfan Simsar

Was Design Thinking ist

Design Thinking ist eine agile Denk-und Arbeitshaltung, die basierend auf (un)bewussten Kundenbedürfnissen passende Services, Produkte und künftige Arbeitskulturen entwickelt. Damit einher gehen auch andere Verhaltensweisen, Teamaufstellungen, Raumgestaltungen sowie ein anderes Verständnis über das Arbeiten.

Viele Unternehmen wie Airbnb, Spotify und Netflix, aber auch deutsche Unternehmen nutzen diese Innovationsmethode. Damit du einen plastischeren Eindruck von Design Thinking bekommst, findest du hier was meine Workshop-Teilnehmer*innen zu dieser agilen Methode sagen:

  • kreative und iterative Problemlösungsstrategie

  • Die Leute direkt befragen und visuell arbeiten

  • Nicht im eigenen Saft stehen bleiben

  • Man darf nicht alles glauben, was man selber denkt

  • praktische und pragmatische Tools nutzen

  • Denken, Machen, Überdenken

  • Offene Fragen stellen und in interdisziplinären Teams arbeiten

  • seine eigene Perspektive wechseln

  • auf die Straße gehen und Menschen befragen

  • sich selbst reflektieren und mal anders denken

  • Gemeinsames Lösungsverständnis entwickeln

  • Einfach mal machen

  • Vom Chaos zur Struktur

  • Problemlust entwicklen

  • Freudvolle Ideenschmiede

  • Produktentwicklung systematisieren

Wie man sieht, gibt es nicht nur eine Definition von Design Thinking.
Hier noch eine Auswahl von Zitaten, die verdeutlicht, was Design Thinking ist:

“Im Design Thinking werden neue Konzepte und Ideen nicht fernab der Realität entwickelt und umgesetzt. Die potenziellen Nutzer werden bereits an dem Design-Prozess beteiligt und erhalten die Möglichkeit, ihr Feedback zu geben und es in die Konzepte einfließen zu lassen.“

Frank Elstner, Gründer von Elstnertainment

„Mit Design Thinking erfinden wir gerade neu, wie wir in Zukunft zusammen lernen und arbeiten werden in einer immer stärker sich vernetzenden Welt -weg von einem trennenden, auf Einzelkonkurrenz setzenden Modus hin zu einem verbindenden, kollaborativen Denken und Handeln.“

Prof. Ulrich Weinberg
Leiter HPI School of Design Thinking

„Man kann über Design Thinking noch so viel Positives erzählen, die Arbeitsweise und ihre Wirkung erklären: Um sie wirklich zu verstehen, muss man sie selber hautnah miterlebt haben.”

Marcel Plaum

VP Terminal Development Fraport

Wie du Zoom für deine Besprechungen nutzt

graphics by Viola Clark

graphics by Viola Clark

Wie du Zoom für deine Besprechungen nutzt

Zoom ist das neue Skype. Nur besser und stabiler. Es ist erstaunlicherweise sehr angenehm und diese Woche habe ich während einer virtuellen Kollaborations-Konferenz schon mit Menschen aus Kanada, den USA oder Köln gesprochen. Wahnsinn, diese Digitalisierung.

Hier sind meine Tipps um Zoom optimal für deine (Kunden)gespräche zu nutzen:


1. Konzentriere dich nur auf das Gespräch

Wie auch schon zu Offline Zeiten vor 2020, ist es respektvoll sich ganz auf die Person im Hier und Jetzt zu konzentrieren. Oder heißt es im Da und Jetzt? Egal.

Auf jeden Fall nicht noch kurz die Facebook Nachricht checken oder noch eben die Mail rausschicken. Digitale Präsenz schafft Verbindung und produktive Arbeitsergebnisse.


2. Vermeide alle Störfaktoren

Ein ruhiger Raum, ein aufgeräumter Arbeitstisch (auch der Kamerahintergrund) sowie ausreichende Beleuchtung sind hilfreich, sodass dich dein Gegenüber auch gut wahrnehmen kann. Sogar eine Atemübung vorher oder kämmen ist eine gute Idee - note to self.

Habe ein analoges Schreibtool (wie großartig das klingt: also ein Stift aus dem Federmäppchen) zur Hand um mitzuschreiben. Denn: wenn du auf deiner Tastatur mitklackerst, hört das dein Gesprächspartner. Nervig.

Oder du schaltest dein Audiohörer aus, aber kannst dann nicht die wichtigen, kurzen Zustimmungslaute wie “Hmm”, “Ah…” oder “Ja" machen. Stichwort Aktives Zuhören.

3. Nutze generell die Sprecher Ansicht

Denn du siehst das Gesicht des Sprechenden viel deutlicher und kannst dich besser auf diese Person einlassen und konzentrieren. Hello Presence.

Wenn mehrere Menschen in einem digitalen Meeting sind und plötzlich jemand anderes spricht, switcht Zoom nach kurzer Zeit automatisch zu dieser Person.

Möchtest du hingegen die Reaktionen von allen Konferenzteilnehmer*innen zur gleichen Zeit sehen, dann gehe auf die Gallerie Ansicht (Gallery View) und stelle deine Frage. Instruiere deine Teilnehmer*innen eine deutliche körpersprachliche Reaktion zu zeigen, wie zum Beispiel:

“Wollen wir eine 10 minütige Pause machen oder nicht?
Gebt jetzt alle ein Daumen hoch oder Daumen runter.”

Möglich ist es auch seinen Finger auf die Kamera zu legen für ein klares Ja oder Nein. Oder bei anderen Fragen eine gestische Reaktion. Also etwas mehr Italiener sein als sonst. Die Nudeln haben wir ja schon.

Und auch mal lächeln.

Zoom Tricks

4. Probiere die Funktionen aus

Zoom hat tolle Funktionalitäten wie zum Beispiel die “digitale Hand” heben. Das ist sehr praktisch, wenn man in einer größeren, etwas anonymeren Besprechung ist (Zoom hostet bis zu 100 Personen in einer Session) und als nächste Person etwas beitragen möchte.

Auch spontane Reaktionen wie mit den Händen klatschen und den digitalen Daumen nach oben haben, sind enthalten. Für eine Übersicht wie Zoom für deine Klienten funktioniert, finde ich diesen Digitale Guide (in English) sehr hilfreich.

5. Eine gute Struktur für das Meeting ist noch wichtiger als früher

Auf Zoom kannst du mit einem Klick deinen Bildschirm teilen um allen Teilnehmer*innen zu zeigen, wie die Agenda für die Besprechung ist oder woran du gearbeitet hast. Dabei ist es wichtig, dass deine Präsentationen / Instruktionen / Fragen noch klarer und verständlicher sind als in der Offline Welt, da die Ablenkung bei einem langweiligen Meeting nur einen Kllick entfernt lauert.

Wenn Dinge unklar ist, kannst du deine Teilnehmer*innen einladen, auch die Chatfunktion zu nutzen. Hilfreich ist es dafür eine zweite Person als Moderator / Host zu haben, die sich um den Chat kümmert.


6. Lass sie interagieren

Langatmige Vorträge mag keiner. Deshalb lass deine Teilnehmer*innen miteinander interagieren und das Gelernte in kleinen Gruppen, sogenannten Breakout Rooms, verdauen. Schreibe als Gastgeber deine Frage nochmal in den Chat für alle und setze eine Zeitbegrenzung für den Austausch.

Je kleiner die Gruppengröße in den Breakout Sessions, desto intimer fühlt es sich an.
Und desto mehr möchte man über den eigenen Bildschirmrand hinaus schauen.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren.

What to do NOW ? Vision, Procrastination and next steps (Deutsch / English)

Corona Coaching

What to do NOW ? Vision, Procrastination and next steps

Da wir alle in diesen neuen Corona Zeiten navigieren, könnten wir unsere Zeit nutzen, um:

  • lang vergessene Leidenschaften wieder zu entdecken

  • endlich die Dinge zu tun, die wir lange prokrastiniert haben

  • über unsere Arbeit, Beziehungen und nicht passende Muster in unserem Leben zu reflektieren

  • mehr Bewußtheit über unsere nächsten Schritte zu erlangen

Dieses Coaching ist auf DEINE / IHRE Bedürfnisse ausgerichtet und deshalb auf überaus individuell.

Da ich Menschen seit über 10 Jahren unterstütze, kann ich dir / Ihnen sagen, dass Coaching sehr wertvoll für die persönlichen und beruflichen Herausforderungen des Lebens ist.

Aufgrund der aktuellen besonderen Situation biete ich mein Coaching für 70 statt für 100 Euro pro Stunde für Privatpersonen an. Die Sitzungen sind auf Zoom oder Skype. Auf Deutsch oder Englisch.

Emaile(n) Sie mir, wann es Ihnen am besten passt.

Eine aktive und gesunde Zeit wünscht,

Andreas



**ENGLISH VERSION**

Navigating in these new and different Corona times, we could use our time wisely to:
- rediscover long lost passions
- finally start things we procrastinated
- reflect about our jobs, relationships and unhealthy patterns
- be more conscious about our next steps


This coaching is for YOUR needs and therefore highly individual.
Supporting people for more than 10 years, I can tell you that coaching holds so much value.

In the face of the current situation, I offer my coaching for 70 Euro instead of 100 Euro per hour for individuals. Sessions via Zoom or Skype. In German and English.

Just email me a time that best suits you.

Stay active & healthy,
Andreas

20 Fragen für 2019 und 2020 (Reflektion & Vision)

Life is a prototype Design Thinking Reflektion Fragen Vision

20 Fragen für 2019 und 2020 (Reflektion & Vision)

Ende des Jahres. Ende des Jahrzehnts. Die 2020er Jahre stehen bevor. Einen oder den klassischen Tee kochen, sich selbst filmisch langsam auf ein gerade rumstehendes Sitzmöbel drapieren als wäre es ein sehr, sehr besonderer Tag und sich Zeit nehmen. Für sich. 31.12.2019.

So wie wir immer mal wieder den Computer rebooten (müssen) oder die Tabs der digitalen Weltausschnittsgeräte schließen, so markiert das Ende und Anfang eines Jahres ein Zeitraum für die bewußte Reflektion über das Gestern und das Wünschen für das Morgen.

Was wir dafür brauchen: ein Stück weit unverfügbar zu sein — für die to dos Lists, das Geschnattere der Welt, den Social Media Feeds, der permanenten Unterbrechung.

Die Älteren von uns erinnern sich noch vage an ruhigere Zeiten. Hier die witzige, updated Version in unserem ständigen, digitalen Tun:

Hallo Fokus. Hallo Präsenz.

Und wenn du das liest, darfst du spätestens jetzt den Bleistift spitzen. Oder die Finger für das Schreibprogramm.

Reflektionsfragen 2019 

“Und von dem Satz geht's in die Praxis
aus der Erfindung, wegzukommen von sich selbst
in die Erfahrung. Ein freies Bild
wieder bei Null, ein Weiß mit Kreis.”

Blumfeld


Was waren meine drei Highlights im letzten Jahr?
Worauf bin ich wirklich, wirklich stolz?
Und warum?


Wie ist mein Klang für das Jahr 2019?
Welche Situationen / Menschen / Erfahrungen haben mich überrascht?
Was kann ich davon lernen?

Was habe ich geliebt?
Was habe ich gehasst?
Wofür bin ich dankbar?


Beim Schreiben des Artikels habe ich mich an die Empfehlung eines Freundes errinnert, und diese Sammlung macht einen sehr guten Eindruck: ”yearcompass - Ein paar Fragen, die dir helfen, 2019 abzuschließen und 2020 zu planen.” Ganze 20 Seiten sind kostenlos zum Download. Ein paar Fragen aus the yearcompass fand ich besonders gut:

Über Dein vergangenes Jahr wurde ein Buch geschrieben. Schreibe seinen Titel auf.
Gibt es etwas, das Du loslassen musst, um Dein neues Jahr beginnen zu können?
Zeichne es oder schreibe es auf,denke darüber nach – und lass es los.

Einatmen. Ausatmen. Weiter.


Visions-und Zielfragen für 2020

Und während draußen vielleicht immer mehr Böller krachen (diese Millionen Euro) oder die Welt wieder still scheint, kannst du schlürfend-sinnierend diese Visions-und Zielfragen für 2020 beantworten:

“Ich hab' gelernt der Mut den man gibt
Ist Liebe die man kriegt
Ich hab' gemerkt ich will kein Nimmermehr
Weiter, geiler brauch' ich nicht mehr
Ich hab' gelernt zu feiern
Und zu schätzen was ich hab”

Bosse


Wie sieht mein persönliches Jahr 2020 aus, wenn es ganz nach mir ginge?
Wie soll mein kommendes Jahr klingen?
Wie fühlt es sich an?
Was will ich 2020 wirklich, wirklich?


Was muss ich dafür aufgeben?
Was ist mein erster Schritt zu diesem Ziel?


Was möchte ich an mir nicht mehr oder weniger erleben?
Was kann ich dafür tun?

Was muss ich lassen und loslassen?


Mit welchen Menschen möchten ich mehr Zeit verbringen?

Wofür möchte ich dankbar gewesen sein?

Fragen aus the yearcompass:

Auf diese drei Arten und Weisen werde ich mich mehr mit meinen Liebsten verbinden:

Zu diesen drei Dingen werde ich die Kraft haben, Nein zu sagen:

Was ist Dein geheimer Wunsch für das nächste Jahr?


Ich wünsche erhellende Aha-Momente. Und gute Umsetzung.
Die 20er Jahre können kommen.

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6 Tipps für deine perfekte Präsentation

6 Tipps für deine perfekte Präsentation

1. Erzähle dein Warum.

Neulich durfte ich ein Präsentationstraining für eine Organisation geben. Die Zielsetzung des Seminars war: die Teilnehmer*innen zu befähigen, die Geschichte der Organisation (Brand Storytelling) Anderen noch besser zu vermitteln. Diese Story zu wissen ist wichtig. Aus meiner Sicht ist es jedoch noch wichtiger und wirksamer die persönliche Geschichte zu erzählen:

Warum bin ich bei der Organisation?
In welcher Situation habe ich mich dazu entschieden?
Was hält mich dort?


Denn ich behaupte, wir Zuhörer*innen haben ein gutes Gespür darin zu erkennen, wenn Menschen nur offiziell auswendig Gelerntes erzählen (im extremem Fall: “runterrattern”) oder ob sie wirklich von sich sprechen. Diesen Grund zu kennen — manche sprechen auch von Purpose Coaching — ist nicht nur für die eigene Standortbestimmung gut, sondern auch um glaubwürdig eine Botschaft in die Welt zu tragen.

Folglich haben die Teilnehmer*innen ihre individuelle “Personal Corporate Story” aufgeschrieben, geprobt, verbessert und präsentiert. Das Ergebnis: 11 bewegende Geschichten über sich und ihre Organisation.

2. Nutze die ACE Technik - Action, Color, Emotion.

Die ACE Technik kommt aus dem Improvisationstheater und beschreibt drei wichtige Elemente einer Geschichte, die alle vorhanden sein sollten:

Action: Welche Handlungen passieren?

Wenn wir Geschichten erzählen kann es dröge wirken. Wenn man eine Geschichte jedoch so erzählt als wäre es jetzt, also im Präsens und in der direkten Rede, klingt es schon deutlich lebendiger:

“Ich sagte, dass Edgar mal runtergehen sollte, weil es klingelt”
“Edgar…geh mal runter.. es klingelt”.

Als Zuhörer*innen können wir mental mitgehen und unsere Aufmerksamkeit steigt.

Color: Was sind die “Farben” der Geschichte?

“Edgar ging die Holztreppe runter. Es knarzte.”
“Als Edgar die alte, braune Holztreppe runterkam, knarzte es wie in einem Urwald.”


Die Details einer Geschichte helfen das Ganze anschaulich zu machen — die Handlung wird quasi angehalten und es entsteht Spannung (Suspense). Das kreiert Kopfkino. Und wenn wir als Erzähler*innen noch aktiv mit Bildern, Metaphern und Vergleichen arbeiten, dann wächst die plastische Präsentation den Zuhörern vielleicht sogar ans Herz und sie fangen an mitzufiebern. Womit wir auch schon bei den Emotionen wären:

Emotion: Welche Gefühle hat der Held / die Held*in der Geschichte?

Fakten sind wichtig. Aber sie lösen oftmals nicht sehr viel beim Publikum aus. Wenn wir Geschichten erzählen, können wir das entweder mechanisch trocken “abbarbeiten” und —überspitzt— in wenigen Minuten alle in den Tiefschlaf verabschieden.

Oder wir modulieren unsere Stimme und lassen unserem Gesicht anmerken, dass wir durchaus Emotionen haben. Also wenn wir die eigenen Emotionen aus der Geschichte spüren, als wäre es jetzt sind wir bewegt und das bewegt das Publikum. Wir fühlen mit.

Wenn wir dazu noch Wörter, die für uns von Bedeutung sind, gestisch unterstreichen, fesseln wir das Publikum: in der informellen Runde, bei einem Pitch oder auf der Businessbühne.

3. Spiele auf der Status-Klaviatur.

Neben einem verständlichen Inhalt ist das Ziel von Vorstellungsgesprächen, Pitches und Präsentationen als kompetent und sympatisch rüberzukommen. Und die meisten Menschen neigen dazu, eher ihre kompetente oder eher ihre sympatische Seite zu betonen. Vor allem wenn sie aufgeregt sind.

Ein Hochstatus vermittelt vor allem Kompetenz.
Ein Tiefstatus vermittelt vor allem Sympathie.

Die einen lächeln öfter, entschuldigen sich tendenziell zu oft, sind bei vielen Menschen beliebt aber es wird Ihnen nicht so viel zugetraut — oder sie trauen sich selber weniger zu als sie eigentlich könnten. Willkommen im Tiefstatus Gefängnis.

Während die anderen auch bei unangenehmen Fragen in ihrem Hochstatus bleiben: durch eine ruhigere, tiefere Stimme, sich Raum und Zeit nehmen sowie einen festen Stand. Damit bauen sie ihre wahrgenommene Kompetenz noch weiter aus.

Die gute Nachricht ist: Es geht nicht um ein Entweder-Oder.

Sehr gute Kommunikatoren, Speaker*innen, Führungskräfte und andere schaffen es flexibel und situativ ihren Status zu wechseln und anzupassen: eine kleine Story über eigene Fehler oder Mängel hier, eine Bemerkung über etwas was man nicht geschafft hat dort, und man wirkt sympathischer.

Gleichzeitig ist es wichtig für die zum Tiefstatus-Neigenden, auch immer mal wieder Erfolgsgeschichten von sich zu erzählen. Nicht nur für das eigene Erinnnerungsalbum, sondern auch in den passenden Momenten bei den Kolleginnen, Vorgesetzten und Kund*innen.

In diesem Lichte erscheinen mir die Fuckup Nights nicht wie neumodischer Kram, sondern wie eine Erlaubnis zum Experimentieren und ehrlichem Resümee ziehen. Damit sich eine agile, innovative, lernende Organisation auch wirklich so nennen kann, braucht es das Ausprobieren, das Teilen und Reflektieren. Und mehr tiefe Töne auf der Status-Klaviatur.

4. Die Pause ist deine Freundin.

“Ich habe so wenig Zeit in diesem Training. Ich muss den Teilnehmerinnen doch möglichst viel vermitteln.” So klingen manche Sätze aus meinem Coaching-Trainernetzwerk. Meine Antwort ist mehr und mehr:

Würdest du einen Song einfach in doppelter Geschwindigkeit hören, damit du mehr Songs genießen kannst?

Dieser rhetorische Frage zielt auf unsere Höher-Schneller-Weiter Programmierung ab: sie macht nicht immer Sinn. Und genauso ist das beim Sprechen. Wenn ich quantitativ mehr vermitteln will (und die Teilnehmerinnen mehr erfahren wollen), gebe ich Hausaufgaben, Links oder vereinbare ein weiteres Training / Coaching. Oder wie man so schön Denglisch sagt: Expectation Management.

Wenn ich qualitativ das rüberbringen will, was das Seminarziel ist: dann gebe ich durch meine Pausen den Teilnehmerinnen Zeit, das Gesagte innerlich nachzuvollziehen.

Zusätzlich lässt eine wohlgesetzte Pause den Kompetenzstatus ansteigen. Weil man sich erst einmal selbst soviel Pause erlauben muss.

5. Üben macht Meister*innen.

Meine Oma pflegte zu mir zu sagen - gerne nach einer Runde Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel:

“Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.”

Früher fand ich den Spruch so semi, heute würde ich sagen: Da ist eine Menge Wahrheit drin. Und ganze Innovationsmethoden (Design Thinking, Lean Startup, Sprints) lehren die iterative, agile Herangehensweise an neue Services, Produkte, Zukünfte und Geschäftsmodelle:

Entwickeln, Testen, Verbessern.

Und so ist es auch mit der perfekten Präsentation. Es gehören einige Feedbackschleifen dazu. Gerne von Außen. Nicht nur von den besten Freund*innen, die im Zweifelsfall lieber mit dir befreundet bleiben wollen, als dass sie hartes Feedback geben wollen. Also Schleifen, Schleifen: Willkommen beim Presentation Thinking.

6. Mach es interaktiv.

In einer Welt wo wir schon so viele (schlechte) Präsentationen gesehen haben, wäre die goldene Regel aus meiner Sicht:

Langweile das Publikum nicht.
Soviel Information wie nötig — soviel Interaktion wie möglich.

Denn wenn es nur um einen Wissens-Download gehen würde, könnten wir das mittlerweile auch sehr viel einfacher von zu Hause aus tun. Aber was ist dann der Mehrwert von Workshops, Seminaren und Meetings?

Die interaktive Begegnung. Das Nachfragen. Der Austausch mit den Anderen.
Und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen.

Wie so etwas geht?
Einfach anschauen.
Zum Beispiel beim neuen Eventformat Interaction Slam Berlin.

Und damit du selbstständig üben kannst: Hier mein kostenloses Presentation Feedback Arbeitsblatt für deine perfekte Präsentation. Ich wüsche dir gutes Gelingen.

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Mein Jahr 2019 - Die 5 Highlights

Photo Credit: Anna Allegra Lehmann

Photo Credit: Anna Allegra Lehmann

Mein Jahr 2019 - Die 5 Highlights

Dieses Jahr fühlte sich für mich ausgeglichener an. Nicht zuviel Arbeit. Nicht zuwenig. Oft genau richtig. Dankbar bin ich für die vielen neuen (Workshop)-Erfahrungen, die spannenden Menschen, die ich treffen durfte, das gelernte Anwendungswissen z.B. im Visualierungs- sowie im Gestaltworkshop. Und möglich wurde das nicht nur das eigene “Ja”, die eigene Erlaubnis Neues auszuprobieren, sondern auch durch das “Ja der Anderen”. Fast genauso wichtig scheint mir jedoch auch die Kraft des “Neins”:

Welche Anfrage ist aktuell zu viel?
Welcher Workshop wird besser mit einen anderen Format angegangen?
Was kann das Netzwerk übernehmen?
Und was passt einfach nicht?

Das feine Austarieren wozu wir Ja oder Nein in unserem (Arbeits)leben sagen.
Eine ständige Übung. Übungen machen Meister.

Dieses Jahr habe ich auch realisiert, wie sehr ich Social Media und die eigene Selbstdarstellung im Netz in den letzten Jahren gemieden habe. Das war früher oft ein Gefühl von “Ichmöchtemichabernichtständigproduzieren”. Muss man auch nicht.

Klimpern ist nicht das Geschäft.
Aber es gehört zum Geschäft.

Und nur weil Andere das vermeintliche eigene Selbst pausenlos zur Schau stellen, heißt es ja nicht, dass man (also ich) mal ein wöchentliches Social Media Posting absetzt. Also Klimpern ist nicht das Geschäft. Aber es gehört zum Geschäft.

Seine eigene PR-Agentur zu sein — ohne hoffentlich so zu klingen. Im Sinne der Überwindung meiner eigenen SMZ Krankheit (Social Media Zurückhaltung; extrem selten in Großstädten) hier meine fünf Highlights des Jahres 2019:

1. Das TEDx Speaker Coaching

Photo credit: Manish Kumar Instagram, Andreas Mueller

Menschen zu unterstützen ist wunderbar. Vor allem, wenn sie den Talk ihres Lebens geben. Zumindest wird man selten zwei Mal gefragt außer man heißt Stefan Sagmeister oder …

Ich hatte die Ehre, die Niederländerin Wilrieke Sophia beim Düsseldorfer TEDx Koenigsallee zu coachen. Sie ist Intimacy Coach und hat über Navigating Intimacy in Rahmen des Themas “Outside the Bubble” gesprochen.

Zusammen haben wir das Skript und die Story für ihren TED Talk erarbeitet und ihre Präsentation trainiert und verfeinert. Sehr spannend zu sehen war, was es für einen Unterschied gemacht hat, ob sie mit oder ohne Schuhe präsentiert hat. Als sie sich mit ihrem Stand wohl und sicher fühlte, war ihr interaktiver Vortrag so viel besser. Konsequenterweise hat sie ihren TEDx Talk ohne die Schuhe gehalten. (Der Link zum Talk kommt wenn er online geht).

Sehenswert ist auch das Aftermovie über das TEDx Event in der Tonhalle Düsseldorf:

Social Media sei Dank, bin ich Teil des Speaker Coaching Teams für TEDx UniPotsdam in Jahr 2020. Mehr Infos gibt es (bald) hier.

2. Die Social Heroes Stage

Die Social Heroes Stage zu konzeptionieren, organisieren und zu moderieren ist großartig. Ziel des Eventformates ist es Sozialheld*Innen zu ihrer Motivation, Arbeitsweisen, Projekterfolgen und Stolpersteinen zu befragen. Dazu knüpfen Improvisationskünstler*innen kreativ an das Gesagte an und erschaffen daraus tiefsinnig-witzige Szenen. Interview meets Improvisation.

Im Oktober war Isabelle Dechamps vom Berliner Verein be able zu Gast.be able ist ein Kreativkollektiv für Inklusion durch Design und verwirklicht seit 2010 verschiedenste Projekte, in denen es immer darum geht, Menschen über den Designprozess kreativ zu befähigen. Die Vision von be able ist es, die Inklusion von Menschen aus sozialen Randgruppen mit all ihren Potentialen erfahrbar zu machen. 2018 war der Verein Gewinner des Leuchtturmprojekts der Google Impact Challenge. Einiges vom Gespräch hat die Graphic Recorderin Sophia Paeslack auf Papier verewigt (siehe oben).

Ich finde es wichtig, dass Improvisationstheater nicht nur als Kunstform sowie als angewandte Improvisation (u.a. Teambuildingmaßnahme, bessere Präsentationen, Persönlichkeitsentwicklung und Organisationstheater) wahrgenommen wird, sondern darüberhinaus Wert für die Gesellschaft stiftet. Mit dieser Veranstaltungsreihe wird das ein Stück weit mehr Realität.

Das kommende Event findet am 16.1.2020 statt. Diesmal ist unsere Social Heroine Katja Urbatsch. Sie ist Gründerin und hauptamtliche Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation ArbeiterKind.de. Für ihre Arbeit und ihr Engagement für Studierende der ersten Generation erhielt Katja Urbatsch im Oktober 2018 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

3. Design Thinking auf den Wellen

Aus einem mir nicht bekannten Grund wollte ich schon immer mal auf einem Boot coachen. Vielleicht ist es das versinnbildlichte Flowen auf den Wellen des Wissens, die geistige Flexibilität beim Blick auf den Horizont oder das Urlaubsgefühl, dass dabei aufkommt. Man weiß es nicht.

Auf jeden Fall war es ein Highlight auf dem Seminarschiff in Moabit coachen zu dürfen. Ein Design Thinking Sprint mit hunderten Menschen und unterschiedlichen Firmen und Organisationen (u.a. Allianz, otto group, Henkel) und sogar Vertreterinnen der Bundenregierung.

Thematisch ging es bei den Workshops um ein besseres Meeting-Erlebnis für Mitarbeiterinnen, die zunehmend digital, agil und remote arbeiten. Das Design Thinking auf dem Boot fand im Rahmen des Ada Lovelace Festivals in Kooperation mit tollen Kolleg*innen der HPI School of Design Thinking statt.

4. Improv Therapy - Zwei Coaches packen aus

Mein Improtheaterduo Punsch & Pilates aus Berlin hat sich ein Format ausgedacht, dass die Coaches auf die Schippe nimmt: Zwei Coaches packen aus: peinliche Plattitüden, fiese Floskeln & schlimme Ratschläge

Und es macht unglaublich viel Spaß diese Improtheatershows zu spielen. Sei es in Braunschweig, Cottbus, Hamburg oder Berlin - auf einer großen Bühne, in einer Bar oder auf einem Business Event. Auch im kommenden Jahr stehen wir wieder auf der Bühne. Alle Events und Termine gibts hier.

5. Der Interaction Slam

Bei diesem Eventformat geht es darum neues Wissen durch interaktive Mini-Workshops zu gewinnen. Das Publikum bekommt einen 12 minütigen Einblick in 6 Themen von 6 Slammer*innen. Das Publikum macht neue Erfahrungen und lernt inspirierende Menschen kennen. Am Ende wählt das Publikum den Slam aus, der am meisten begeistert hat.

Den Interaction Slam 2019 habe ich gewonnen mit dem Thema: Dein bester Ratschlag. Unabhängig vom Gewinn finde ich diese Veranstaltung so spannend und wertvoll, dass ich es mit meinem Kollegen Tobi am 24. Januar 2020 zum ersten Mal nach Berlin bringe. Das Lineup steht auch. Und einen Spot haben wir noch. Bewirb dich gerne mit Titel und kleinem Introtext (4-5 Sätze) unter berlin@interactionslam.de

Lineup Interaction Slam Berlin 2020

  • Melanie Künzl - Lass Deinen Körper sprechen

  • Mirjam Sögner - Warum die Eisbären im Anthropozän so nahe sind

  • Robert Eckstein - Aus "Einsam" wird "Gemeinsam"

  • Sophie Schade - Kollektive Führung - Miteinander. Wirksam.

  • Stefan Schneider - Verletzlichkeit und Stimme

Ausblick auf dein Jahr 2020

Für all deine stolzen Momente wünsche ich dir eine aktiv-lebendige und dankbare Erinnerung daran. Denn sein Licht unter den Scheffel zu stellen, es nicht wirklich zu feiern, ist weit verbreitet.

“Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.” Matthäus 5,14-16

Für die stolpernden Momente wünsche ich dir gutes Lernen und besser machen im kommenden Jahr. Dazu eine gute Portion Mut, Tatendrang, Freude, Freunde und Feedbackpartner*innen. Und ferdammt fiele Fehler.

Warum? Denn sonst würde das bedeuten, dass du nichts Neues beginnst. Dass du permanent in der berühmten Komfort-oder Sofazone liegen geblieben bist. Dabei gibt es sicherlich mindestens diese eine Sache, die du eigentlich machen möchtest. Die du vor dir herschiebst, die dir vielleicht Angst macht, aber deinen Körper kribbeln lässt.


Was möchtest du wirklich wirklich tun?
Welcher Leidenschaft möchtest du endlich mal nachgehen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du ……. geschafft hättest?

Das Gute ist: es gibt selten eine Alles-oder-Nichts Entscheidung. Ganz oft kannst du mit dem ersten Schritt beginnen. Und du musst es nicht sofort drauf haben.

Ausprobieren.
Reflektieren.
Weitermachen oder Verwerfen?

Das liegt ganz bei dir.

Vielleicht ist folgendes Motto für dich nützlich, dass ich in meinen Kursen, Coachings und Workshops zum Improvisationstheater und Design Thinking praktisch weitergebe:

Scheiter Heiter Weiter.
Oder: Prototype your way forward.



Was waren deine Highlights im Jahr 2019?
Und was nimmst du dir vor für 2020?

Happy 2020 für Dich!!


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Die 16 Fragen zum Selbstcoaching

Die 16 Fragen zum Selbstcoaching

Wer auf der Suche nach Antworten ist, braucht die richtigen Fragen. Hier ein paar ausgewählte Fragen für das Coaching im Selbststudium.

Die Studie ging vor ein paar Jahren durch die Medien. Der Psychologe Dr. Arthur Aron hat 36 Fragen entwickelt, die statt des zuweilen smalltalkigen Kennenlernens ein tieferes Kennenlernen eines potentiellen Partners ermöglichen können. Mehr Verbundenheit zwischen Menschen entstehe durch Vulnerabilität, das ehrliche und verletzliche Einlassen auf die tiefer gehenden Fragen.

Beim Lesen dieser 36 Fragen fiel mir auf, dass fast die Hälfte dieser Fragen auch gut in einem Personal Coaching eingesetzt werden können. Deshalb findest du hier die 16 Fragen zum Selbstcoaching:

1. Wenn Du Dich für jede Person auf der Welt entscheiden könntest: Welchen Gast würdest du zum Essen zu nach Hause einladen?

2. Wie würde ein perfekter Tag für dich aussehen?

3. Wofür in deinem Leben bist du am dankbarsten?

4. Wenn Du etwas ändern könntest an der Art und Weise deiner Erziehung: Was würdest Du ändern?

5. Stell dir vor, du würdest morgen mit irgendeiner neuen Eigenschaft oder Fähigkeit aufwachen. Welche hättest du gern?

6. Wenn dir eine Wahrsagerin dir deine Zukunft vorhersagen könnte: was würdest Du wissen wollen?

7. Gibt es etwas, das du schon immer mal machen wolltest, aber nie getan hast?

8. Was ist der bisher größte Erfolg deines Lebens?

9. Was ist Wichtigste in einer Freundschaft für dich?

10. Was ist deine schönste Erinnerung?

11. Was ist Deine schlimmste Erinnerung?

12. Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr stirbst, würdest du irgendetwas an deiner Lebensweise ändern? Warum?

13. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in deinem Leben?

14. Wie ist die Beziehung zwischen dir und deiner Mutter?"

15. Vervollständige den Satz: “Ich wünschte ich hätte jemanden, mit dem ich … teilen könnte.”

16. Dein Haus, mit allem was dir gehört, fängt Feuer. Nachdem du deine Liebsten und die Haustiere gerettet hast, kannst du noch genau einen Gegenstand holen. Was würdest du retten und warum? 

Wer jetzt Lust bekommen hat, alle 36 Fragen zum (Selbst) Verlieben zu lesen, dem sei dieser Link empfohlen. Und wer Parodien mag, wird hier Freude haben:

“2. On average, how long do you spend composing tweets before you post them?
Do you realize that they don’t matter?

3. Before responding to a text, do you wait a few minutes to make it seem like you’re doing something more important? Why? Answer me now.

4. What would constitute a “perfect” day for you? Why do we always just go home and watch Netflix instead of doing any of that stuff?”

Einfach Verlieben.
Jetzt, bitte.

Die 5 Freiheiten im Leben

Photo Credit: Aditya Saxena, unsplash.com/@adityaries

Photo Credit: Aditya Saxena, unsplash.com/@adityaries

Eines der Schätze in meiner Coachingausbildung war die Entdeckung dieser 5 Sätze. von Virginia Satir. Diese Sätze können sehr viel Kraft entfalten, wenn man sie in Kopf, Herz und Hüfte einsinken lässt. In diesem Sinne, gutes , “meditatives” Wirkenlassen dieser Freiheitssätze:

1. Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, - anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

2. Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke,
- und nicht das, was von mir erwartet wird.

3. Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen,
- und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

4. Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche,
- anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

5. Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen,
- anstatt immer nur auf "Nummer sicher zu gehen" und nichts Neues zu wagen.

Virginia Satir

5 Produktivitätstipps für kreative Freelancer

produktivität kreative freelancer

Produktiv durch Präsenz

5 Produktivitätstipps für kreative Freelancer.

1. Hol dir den Überblick

Wisse, was du zu tun hast. Und unterscheide dabei, was du tun musst und was du tun könntest. Denn gerade kreative Menschen wie du können sich immer neue Aufgaben aus dem Hut zaubern. Und das kann schnell Stress oder Überforderung auslösen.

Aber Ideen sind nicht immer sofort Aufgaben (siehe Punkt 5). Also schnapp dir ein A3 Blatt, dein (digitales) Notizbuch oder was immer du auch benutzt und schreibe anstehende, konkrete Aufgaben sowie Ideenskizzen auf.

Dann kannst du zusätzlich deine tasks farbig markieren. Zum Beispiel in Muss und Kann Aufgaben oder mit einem Skalensystem (1-10) oder dem klassischen Eisenhower Prinzip* bewerten. Oder du freust dich erstmal über den geschafften Überblick. Ausatmen.

Und gehst die Aufgabe an, die du intuitiv jetzt machen möchtest.
Womit wir auch schon beim 2. Punkt wären.

*Eine Matrix bestehend aus 4 Quadranten: A: Dringend und wichtig. B: Wichtig, aber nicht dringend. C: Dringend, aber nicht wichtig D: Nicht wichtig, nicht dringend.
 

2. Was ist der erste Schritt zu meinem Ziel?

Falls du keinen Überblick brauchst und einfach machst, ist Punkt 2 vielleicht dein Punkt 1.
Einfach mal machen.

"Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt."
Konfuzius

Die Magie dieser Philosophie besteht für mich in das Reinkommen der Arbeit. Statt mir die ganze Flut der Aufgaben vorzustellen, zu minimieren oder zu prokastinieren, fange ich einfach irgendwo an. Und öfter habe ich sogar schneller als erwartet meine Aufgaben erfüllt. Warum? Weil ich nicht darüber nachgedacht habe, sondern in der Aufgabe produktiv, präsent versenkt war.

Ommmm.
 

3. Auf der Flow-Welle surfen

Surfer können sich vornehmen heute richtig gut zu surfen. Sie können sich zwar bestens vorbereiten, aber auch sie müssen darauf warten, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Erst dann wird losgeflowt.

Was will ich damit sagen? Akzeptiere, dass du nicht immer kreativ bist. Und nutze die "Leerzeiten" für die andere schönen Dinge, die es da noch so zu tun gibt: Bügeln, Schuhe putzen, neue Versicherungen abschließen...bitte Aufgabe einfügen.

Nichtsdestotrotz kannst du darauf achten, dir deinen stimmigen Kosmos und Kontext zu schaffen:

Wo ist dein richtiger Ort zum arbeiten? (zu Hause, Coworking, ruhige/ anregende Umgebung)
Wann ist deine richtige Zeit zum arbeiten und entspannen?  (Lerche, Eule oder ein andere "Tierzeit"?)
Zu welcher Zeit kannst du gut konzepten / Ideen brüten?  
Wann kannst du besser Organisatorisches erledigen?

Ich habe meine kreativsten Zeiten von frühmorgens bis ca 11 Uhr. Oder spät abends.
Nachmittags kann ich besser organisieren als vormittags. Es hat eine Weile gebraucht, das anzuerkennen.

Finde deinen Rhythmus als kreativer Freelancer. Wozu hast du dir sonst die zeitliche (und räumliche) Freiheit ausgesucht? Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch.

Nur die Business Hours. Wenn du viel mit Emails arbeitest, dann kannst du bei vielen Emailprogrammen es so einstellen, dass deine Emails zum Beispiel morgens um 8 Uhr versandt werden, obwohl du die Mail um 0: 24 Uhr verfasst hast.
 

4. Spüre deinen Körper

Einer der meist unterschätzten Decision Tools ist unserer Körper. Dieser weiß viel besser was wir eigentlich wollen - wenn wir auf die körperlichen Erscheinungen achten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich Entscheidungen früher hundertmal im Kopf laufen ließ, obwohl ich die passende Entscheidung schon längst glimmernd fühlte - aber nur nicht wahrhaben wollte. Das Bauchgefühl / Öffnung in der Herzgegend, Bewegung im Fuß...es gibt unterschiedlichste und individuelle Signale, die dir dein Körper sendet, um dir ein Ja oder ein Nein zu signaliseren.

Beobachte dich dabei:

Was machst du körperlich bei Entscheidungen?
Was macht dein Körper unwillkürlich bei einer Ja-Entscheidung?
Was bei einer Nein-Entscheidung?
Hast du es schon vor der endgültigen Entscheidung gespürt?

Logische und kopforientierte Entscheidungen sind völlig in Ordnung und haben auch Ihren Platz. Nur gerade bei wertorientierten oder nicht ganz einfachen Entscheidungen ist es besonders ratsam deinen Körper mit einzubeziehen.

5. Lass neue Ideen sacken

Neue Ideen sind großartig. Aber nicht alle müssen sofort angepackt werden. Ideen kommen bei mir auf den visuellen Ideenparkplatz an meiner Wand oder in mein Telefon-Notizbuch. Statt zu versacken werden sie gesehen. Und falls eine Idee sich über mehrere Tage / Wochen hält, also spannend bleibt, darf sie auch mit dem ersten Schritt angegangen werden.

Denn ganz ehrlich: Hätte ich schon alles gemacht, was ich an Ideen hatte, hätte ich schon lange nicht mehr geschlafen.

Was sind deine kreativen Produktivitätstipps?
Ich freue mich auf deinen Kommentar.